Sprachlos vor Gott (2. Advent)

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Ein kleiner Junge… 1

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Missionarspaar auf der Ausreise Verheiratet Kinder Arbeitsstelle Übersehen, was lange gesehen Geistliche noch mehr als körperliche! Unser Ehepartner, unsere Kinder werden sich ganz sicher bemerkbar machen, wenn wir sie eine Weile nicht oder nicht genügend anschauen! Gott tut das in aller Regel nicht in dieser Form—er ist ein Gentleman, der nicht protestiert, wenn ihm nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird.   Gewohnheit stumpft ab—und genau das war das Problem des Mannes, dem wir heute begegnen werden.     2

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Wollt Ihr einen Mann sehen, der ultimativ bibelfest ist? Hier ist er. Wollt Ihr einen Mann treffen, der sein Leben lang unverrückbar, in Treuen fest, seinem Gott im Tempel gedient hat? Hier steht er vor Euch. Er ist einer der felsenfesten im Lande. Nicht jemand, der sein Mäntelchen nach dem Wind hängt, der heute so und morgen anders sagt. Nein, unverrückbar fest wie die Schweizer Berge steht er zu seinem Gott. Ein Mann wie ein Fels in der Brandung. Da ist kein Wort in der Bibel, zu dem er nicht Amen sagen würde. Möchtet Ihr einem Mann begegnen, den Gott bestraft für seinen Unglauben? Seht ihn Euch genau an—es ist derselbe Mann.   3

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Wie schade, dass Zacharias gestolpert ist über die überraschende Verheissung des Sohnes. Denn dadurch ist ihm das Wesentliche an den Worten des Engels entgangen, nämlich die wundervolle Bedeutung dieses Sohnes:   6

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Man könnte sich an dieser Stelle natürlich fragen, warum Lukas uns eigentlich so viele Details gibt über die Begegnung von Zacharias und dem Engel. Warum der Aufwand schon für den Vorläufer Jesu?   Vielleicht deswegen, weil Zacharias Unglauben symptomatisch ist. Er fasst genau alles das zusammen, was dem Glauben an Gottes Verheissungen entgegensteht und bezeichnet das Milieu, in dem dieser Unglaube am schmerzhaftesten ist.   Da ist zunächst mal seine Entgegnung an den Engel: „ich bin alt, und meine Frau ist betagt.“ (Luk 1,18) Autsch! Das sind fast genau die Worte Abrahams und Saras, nachdem Gott Abraham einen Sohn verheissen hat. (Gen 17,17; 18,12f.) Speziell Sara wird sofort drauf von Gott getadelt dafür. Der Unglaube Saras und Abrahams an den verheissenen Sohn ist mehr als die Geschichte von einzelnen—er gehört zum Urtypus der jüdischen Geschichte überhaupt! Das ganze Motiv hat so weitreichende, tragende Bedeutung, dass es die ganze Geschichte des Volkes Israel beeinflusst hat! …illegitimen, Sohn gab, Ismael, den Sohn, der mit der Magd Hagar gezeugt wurde. Auch er wurde zum Stammvater für ein „grosses Volk“ (Gen 17,20) und für Fürsten, aber weil er ein „wilder Mensch … [war]; seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn“ (Gen 16,12), wurden das eben Fürsten und Völker, die sich später feindlich zum Volk Gottes stellten! Wahrhaftig kann man also sagen: Der Unglaube Abrahams und Sarais hatte in seiner Bedeutung so epische Proportionen, dass man von einem „Geburtsunglück“ des jüdischen Volkes sprechen kann. Weil zwei Menschen Gott nicht glaubten, dass er ihnen im hohen Alter einen Sohn geben könnte, mussten letztlich Generationen ihrer Nachfahren über Jahrhunderte unter feindlichen Völkern leiden. Als frommer Priester hätte Zacharias das wissen müssen!   Moment! Hat er das denn nicht? Hier kommt eben genau das Brisante!   7

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Wissen und Wissen ist nicht dasselbe! Natürlich hat Zacharias das alles gewusst! Und er hätte die Texte wahrscheinlich auswendig zitieren können und aus dem FF die Stellen nennen können! Nein, das Problem ist ein anderes—dass er nämlich keinen persönlichen Bezug zu seiner Situation hergestellt hat!   Wir können ihm, meine ich, keinen Vorwurf machen—schliesslich erging es Abraham selbst in diesem Punkt auch nicht besser als ihm (wobei man aber sagen muss, dass Abraham natürlich an anderen Stellen makellos richtig reagierte und darum völlig berechtigt als Glaubensvorbild bezeichnet wird (Röm 4,11f.; Heb 11,8ff.)). 8

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Gewohnheit stumpft ab

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Ein Mann wie ein Fels in der Brandung ... mit einer überraschenden Schwäche

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Zacharias in Lukas 1 „5 Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester von der Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hieß Elisabeth. 6 Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. 7 Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt. 8 Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, 9 daß ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn. 10 Und die ganze Menge des Volkes stand draußen und betete zur Stunde des Räucheropfers.

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11 Da erschien ihm der Engel des Herrn und stand an der rechten Seite des Räucheraltars. 12 Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam Furcht über ihn. 13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. […] 18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt, und meine Frau ist betagt. 19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen. 20 Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.“

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Der vorläufer jesu „14 Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem heiligen Geist. 16 Und er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. 17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“

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Zacharias: Frommer Unglauben par excellence

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Wissen und Wissen ist nicht dasselbe!

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Das lange Schweigen Gottes

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Zacharias’ problem Der ständige Aufenthalt im Tempel hatte Zacharias nicht geschützt—selbst sein (völlig richtiges!) frommes Tun hat ihn nicht für die entscheidende Begegnung mit Gott vorbereitet.

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Unser problem? Wie lange hat Gott in Deinem Leben schon geschwiegen? Wie fühlst Du dich dabei?

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Das entscheidende Offenheit dafür, dass Gott nicht nur irgendwo früher in der Weltgeschichte, sondern heute Unmögliches tun kann! Unterschied zwischen: „Gott kann alles tun, was er will“ und „Gott kann durch mich bzw. an mir alles tun, was er will“

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